Baugrund in Linz kostet 2026 je nach Stadtteil zwischen 330 und 1.200 Euro pro Quadratmeter, im Bezirk Linz-Land zwischen 140 und 1.100 Euro. Die teuerste Adresse ist der Pöstlingberg, die teuerste Umlandgemeinde Leonding. Auffällig gegenüber dem Raum Wels: In zwei Linzer Stadtteilen zeigt der Trend erstmals leicht nach unten.

Baugrund Linz und Linz-Land 2026 – auf einen Blick

Teuerste Lage Linz: Pöstlingberg / Auberg mit 750 bis 1.200 €/m² Günstigste erfasste Lage Linz: Ebelsberg / Posch / Pichling mit 330 bis 550 €/m² Teuerste Umlandgemeinde: Leonding mit 410 bis 1.100 €/m² Günstigste im Bezirk Eferding-Umfeld: Eferding mit 140 bis 240 €/m² Neu 2026: leicht fallender Trend in Auwiesen/Kleinmünchen/Neue Heimat und Ebelsberg/Posch/Pichling Gilt für: Baugründe für Ein- und Zweifamilienhäuser, NICHT für Bauträgergrundstücke im verdichteten Wohnbau

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Linz nach Stadtteilen

Die Stadtzentren von Großstädten werden in der Erhebung bewusst nicht erfasst, weil es dort praktisch keine Einfamilienhaus-Baugründe mehr gibt. Für Linz liegen deshalb Werte für die Wohnbezirke vor:

LagePreis 2026 in €/m²Trend
Pöstlingberg / Auberg750–1.200gleichbleibend
Römerberg / Freinberg / Froschberg650–1.100gleichbleibend
Sankt Magdalena / Auhof / Katzbach480–1.000gleichbleibend
Auwiesen / Kleinmünchen / Neue Heimat380–600leicht fallend
Ebelsberg / Posch / Pichling330–550leicht fallend

Der Abstand zwischen der besten und der günstigsten erfassten Lage beträgt rund das Zweieinhalbfache. Am oberen Ende stehen die Hanglagen mit Aussicht, am unteren die südlichen Stadtteile.

Bemerkenswert sind die beiden fallenden Trends. In ganz Oberösterreich sind Abwärtstrends 2026 die Ausnahme, im Raum Wels kommen sie gar nicht vor. In Linz betrifft es genau die beiden Lagen mit dem größten Bestand an Geschosswohnbau, wo Einfamilienhaus-Baugrund ohnehin ein Randprodukt ist.

Die Gemeinden in Linz-Land

Gemeinde2026 in €/m²seit 2014Trend
Leonding410–1.100+185 %leicht steigend
Pasching380–550+185 %stark steigend
Wilhering330–500+60 %gleichbleibend
Traun330–500+117 %gleichbleibend
Kirchberg-Thening280–500+83 %leicht steigend
Ansfelden240–500+127 %gleichbleibend
Oftering280–440+202 %gleichbleibend
Enns190–440+88 %leicht steigend
Hörsching270–400+137 %stark steigend
Sankt Florian280–390gleichbleibend
Neuhofen an der Krems240–390+152 %stark steigend
Asten230–350+126 %stark steigend
Pucking230–340+83 %leicht steigend
Eferding140–240+126 %gleichbleibend

Leonding ist die mit Abstand teuerste Umlandgemeinde Oberösterreichs und liegt preislich über allem, was der Raum Wels zu bieten hat. Innerhalb der Gemeinde reicht die Spanne 2026 von 410 bis 1.100 Euro, je nach Ortsteil.

Vier Gemeinden zeigen weiterhin starken Aufwärtsdruck: Pasching, Hörsching, Neuhofen an der Krems und Asten. Bei Pasching und Hörsching liegt der Grund auf der Hand: Beide liegen genau zwischen Linz und Wels, sind über die Autobahn angebunden und profitieren vom Ausbau der S-Bahn Richtung Linz. Wer dort wohnt, hat zwei Arbeitsmärkte in Reichweite statt einem.

Linz oder Wels: der Preisunterschied

Für Käufer im Zentralraum ist der Vergleich zwischen den beiden Städten und ihren Umlandgürteln aufschlussreich:

Stadtteuerste Umlandgemeindemittleres Umland
Raum Linz330–1.200 €/m²Leonding, 410–1.100Ansfelden/Oftering, 240–500
Raum Wels250–500 €/m²Thalheim, 280–550Marchtrenk, 230–390

Der Raum Wels ist auf jeder Ebene deutlich günstiger. Wer im Linzer Zentralraum arbeitet, aber im Welser Umland baut, spart bei einem 700-Quadratmeter-Grundstück gegenüber Leonding je nach Lage 130.000 bis 500.000 Euro. Die Fahrzeit zwischen Marchtrenk und Linz liegt mit der Westbahn im Bereich einer typischen Stadtpendelstrecke. Diese Rechnung erklärt einen guten Teil der Nachfrage, die wir im Welser Umland aus Richtung Linz sehen.

Aus der Praxis

Wenn Sie im Welser Umland verkaufen, unterschätzen Sie die Linzer Käuferschicht nicht. Ein erheblicher Teil der Interessenten für Objekte in Marchtrenk, Holzhausen oder Weißkirchen kommt aus dem Linzer Raum und vergleicht nicht mit Wels, sondern mit Leonding oder Pasching. Für diese Käufer ist Ihr Objekt nicht teuer, sondern die Lösung eines Budgetproblems.

Daraus folgt etwas, das viele Verkäufer im Bezirk Wels-Land falsch machen: Sie vermarkten ihre Lage ausschließlich über die Nähe zu Wels. Tatsächlich ist die Erreichbarkeit von Linz für einen großen Teil der Interessenten genauso wichtig, oft sogar wichtiger, weil dort die Arbeitsplätze sitzen. In ein gutes Exposé gehören deshalb beide Richtungen: Fahrzeit nach Wels und nach Linz, Auffahrt zur Autobahn und Anbindung an die Westbahn.

Was hinter den Unterschieden steckt

Drei Faktoren erklären den größten Teil der Preisspreizung im Zentralraum.

Verfügbarkeit. In Leonding und Pasching ist das gewidmete Bauland weitgehend verbraucht. Was auf den Markt kommt, sind Einzelgrundstücke aus Erbteilungen oder abgeteilte Gärten. Knappheit erzeugt genau die Preise, die die Erhebung ausweist. In Gemeinden, die in den letzten Jahren größere Flächen neu gewidmet haben, ist der Druck geringer.

Anbindung. Die Gemeinden mit dem stärksten Aufwärtstrend liegen an der Autobahn oder an der Bahn. Entscheidend ist dabei weniger die Entfernung nach Linz als die Lage zwischen den beiden Zentren: Wer in Pasching, Hörsching oder Oftering wohnt, erreicht Linz und Wels gleichermaßen. Der Ausbau der S-Bahn Richtung Linz verstärkt diesen Effekt zusätzlich, weil Pendeln ohne zweites Auto realistisch wird.

Ortsstruktur. Gemeinden mit gewachsenem Zentrum, Nahversorgung und Schule halten ihr Preisniveau stabiler als reine Wohnsiedlungen ohne Infrastruktur. Das zeigt sich in der Erhebung daran, dass die Trends dort seltener nach unten zeigen.

Für Eigentümer heißt das: Der Gemeindedurchschnitt ist ein Startwert, kein Ergebnis. Innerhalb von Leonding reicht die Spanne 2026 von rund 430 bis 1.000 Euro, das ist mehr als das Doppelte. Wo Ihr Grundstück in dieser Spanne liegt, entscheiden Lage im Ort, Zuschnitt, Bebaubarkeit und Aufschließung.

Wie diese Bandbreiten zustande kommen

Die hier genannten Werte sind unsere Einschätzung des Marktes, keine Übernahme einer einzelnen Statistik. Sie entstehen aus drei Quellen:

  • Eigene Abschlüsse und Marktbeobachtung. Was in unseren Vermittlungen tatsächlich unterschrieben wurde, und was wir bei Objekten sehen, die wir nicht selbst vermittelt haben.
  • Veröffentlichte Erhebungen zu Baulandpreisen, unter anderem die jährliche Grundstückspreisübersicht des Wirtschaftsmagazins GEWINN, die Gemeindemeldungen, Grundbuch-Kaufpreise und eine Regressionsrechnung der TU Wien zusammenführt.
  • Kaufpreisdaten aus dem Grundbuch für den Zentralraum Wels und Linz.

Aus diesen Quellen bilden wir Bandbreiten statt Punktwerten, weil ein einzelner Quadratmeterpreis für eine ganze Gemeinde ohnehin nie stimmt. Die Untergrenze steht für schwierige Lagen, die Obergrenze für sehr gute. Wo unsere Praxis von veröffentlichten Werten abweicht, folgen wir unserer Praxis.

Wichtig für die Einordnung: Erfasst sind Baugründe für Ein- und Zweifamilienhäuser. Bauträger-, Büro- und Gewerbegrundstücke folgen einer anderen Logik und liegen in verdichtbaren Lagen deutlich darüber. Aufschließungskosten sind nicht eingerechnet.

Für eine konkrete Immobilie ersetzt keine Bandbreite die Besichtigung. Was Ihr Grundstück oder Ihr Haus wert ist, hängt an Zuschnitt, Widmung, Aufschließung, Bebaubarkeit und Nachbarschaft. Eine kostenlose Kurzeinwertung klärt das an einem Termin.

Für Sankt Florian liegt für 2014 kein Vergleichswert vor, deshalb fehlt dort die Veränderungsrate.

Was Verkäufer im Zentralraum daraus machen

Der Preis der Gemeinde ist nicht Ihr Preis. In Leonding reicht die Spanne von 410 bis 1.100 Euro. Zwischen diesen Werten liegen Faktoren, die niemand aus der Statistik ablesen kann: Hanglage mit Aussicht oder Senke, ruhige Sackgasse oder Durchzugsstraße, Südausrichtung oder Nordhang.

Rechnen Sie mit dem Käuferkreis, nicht mit dem Mittelwert. In den teuren Gemeinden kaufen andere Menschen als im weiteren Umland. Bei Grundstücken über 400.000 Euro schrumpft die Zahl der Interessenten deutlich, und die verbliebenen vergleichen sehr genau. Ein überzogener Startpreis kostet in diesem Segment mehr Zeit als anderswo.

Teilbarkeit ist im Zentralraum besonders wertvoll. Bei Quadratmeterpreisen von 400 Euro und darüber wird die Frage, ob aus einem großen Grundstück zwei Bauplätze werden, schnell zu einem sechsstelligen Unterschied. Das gehört vor der Preisfestlegung mit dem Bebauungsplan geklärt, nicht danach.

Ing. Christoph Eiber, MBA
Ing. Christoph Eiber, MBA
Geschäftsführer der CE Immo Group GmbH, Akademischer Immobilienmanager

Christoph Eiber führt die CE Immo Group in Wels und ist seit über 18 Jahren in der Immobilienvermittlung und Projektentwicklung in Oberösterreich tätig. Er bewertet und vermarktet Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Zinshäuser im Zentralraum Wels–Linz.

Stand: 1. August 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Was kostet Baugrund in Linz?

Je nach Stadtteil 330 bis 1.200 Euro pro Quadratmeter. Am teuersten sind die Hanglagen Pöstlingberg und Auberg mit 750 bis 1.200 Euro, am günstigsten die südlichen Stadtteile rund um Ebelsberg und Pichling mit 330 bis 550 Euro. Das Stadtzentrum wird nicht erhoben, weil es dort keine Einfamilienhaus-Baugründe mehr gibt.

Welche Gemeinde in Linz-Land ist am teuersten?

Leonding mit 410 bis 1.100 Euro pro Quadratmeter, je nach Ortsteil. Leonding ist damit die teuerste Umlandgemeinde Oberösterreichs überhaupt.

Warum fallen in Linz manche Preise?

In Auwiesen/Kleinmünchen/Neue Heimat und in Ebelsberg/Posch/Pichling zeigt der Trend 2026 leicht nach unten. Das sind die Stadtteile mit dem größten Bestand an Geschosswohnbau, in denen Einfamilienhaus-Baugrund ein Randprodukt ist. In den Hanglagen bleibt der Trend stabil.

Ist der Raum Wels günstiger als der Raum Linz?

Deutlich. Im Stadtgebiet liegt Wels bei 250 bis 500 Euro, Linz bei 330 bis 1.200. Im Umland stehen Marchtrenk mit 230 bis 390 Euro und Thalheim mit 280 bis 550 Euro gegen Leonding mit bis zu 1.100 und Pasching mit bis zu 550 Euro. Bei einem 700-Quadratmeter-Grundstück können daraus schnell mehr als 200.000 Euro Unterschied werden.

Lohnt es sich, für die Arbeit in Linz im Welser Umland zu bauen?

Rein preislich ja, und viele machen es genau so. Der Grundkostenvorteil gegenüber Leonding liegt bei einem typischen Grundstück im sechsstelligen Bereich. Entscheidend ist die Anbindung: Gemeinden an der Westbahnstrecke und nahe der Autobahn sind für Linz-Pendler realistisch, abgelegene Orte im Hausruckviertel eher nicht.

Woher stammen die Daten?

Aus der GEWINN-Grundstückspreisübersicht, die jährlich in der Mai-Ausgabe die Baulandpreise aller österreichischen Gemeinden veröffentlicht. Die hier gezeigte Auswertung für Linz und Linz-Land samt Zeitreihe seit 2014 haben wir daraus selbst erstellt.

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