Mit dem Renditerechner sehen Sie, was eine vermietete Wohnung tatsächlich abwirft. Er beginnt bei Kaufpreis und Miete, rechnet die österreichischen Kaufnebenkosten mit und zieht ab, was beim Eigentümer hängen bleibt: Rücklage, Instandhaltung und Leerstand. Mit Ihren Eigenmitteln und dem Kredit zeigt er außerdem, ob die Miete die Rate trägt.

1Die Wohnung
€
m²
% + USt
Grunderwerbsteuer und Eintragung0 €
Vertragserrichtung und Makler inkl. USt0 €
Kaufpreis mit Nebenkosten0 €
2Miete und Kosten
€ / Monat

Hauptmietzins ohne Betriebskosten und ohne Umsatzsteuer.

€ / Monat

Vor allem die Rücklage. Die Betriebskosten zahlt in der Regel der Mieter.

% vom Kaufpreis

Pro Jahr, etwa Therme, Böden, Ausmalen beim Mieterwechsel.

% der Jahresmiete

2 % entsprechen gut einer Woche Leerstand im Jahr.

3Finanzierung
€

Decken die Eigenmittel den ganzen Kauf, rechnet der Rechner ohne Kredit.

% p. a.
Jahre
% vom Kredit
Pfandrecht, Spesen und Schätzung0 €
Kreditbetrag0 €
Kreditrate0 €
Nettomietrendite0
Nettomietrendite
0 %

Überschuss im Monat
0 €
Miete minus Kosten und Kreditrate
Eigenkapitalrendite
0 %
im ersten Jahr
Bruttorendite
0 %
Miete zu Kaufpreis
Kaufpreisfaktor
0
Jahresmieten
Reinertrag
0 €
pro Jahr
Kaufpreis je m²
0 €
ohne Nebenkosten
Miete je m²
0 €
netto im Monat
Zinsen Jahr 1
0 €
für den Kredit
Nettorendite je nach Kaufpreis
Jahresrechnung
Woher das Geld kommt

Beispielrechnung vor Steuern. Nettomietrendite auf Kaufpreis samt Grunderwerbsteuer, Eintragung, Vertragserrichtung und Makler. Eigenkapitalrendite: Reinertrag abzüglich Kreditzinsen des ersten Jahres, bezogen auf die Eigenmittel, ohne Wertsteigerung. Ersetzt keine Steuerberatung.

Bruttorendite, Nettorendite, Kaufpreisfaktor

Die Bruttorendite ist die einfachste Zahl: Jahresnettomiete geteilt durch den Kaufpreis. Sie steht in fast jedem Inserat einer Anlagewohnung und eignet sich, um Angebote rasch nebeneinanderzulegen. Für die eigene Entscheidung ist sie zu grob, weil sie weder Kosten noch Nebenkosten kennt.

Die Nettorendite zieht von der Miete ab, was der Eigentümer selbst trägt, und bezieht das Ergebnis auf das, was der Kauf wirklich kostet, also Kaufpreis samt Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragung, Vertragserrichtung und Makler. Sie liegt deshalb immer spürbar unter der Bruttorendite.

Der Kaufpreisfaktor dreht die Bruttorendite um: Wie viele Jahresmieten kostet die Wohnung? Ein Faktor von 25 entspricht 4 Prozent Bruttorendite.

KennzahlRechnung
BruttorenditeJahresnettomiete ÷ Kaufpreis
Nettorendite(Jahresmiete − Kosten − Mietausfall) ÷ (Kaufpreis + Nebenkosten)
KaufpreisfaktorKaufpreis ÷ Jahresnettomiete
Eigenkapitalrendite(Reinertrag − Kreditzinsen) ÷ Eigenmittel

Welche Kosten bleiben beim Vermieter?

Die Betriebskosten zahlt bei einer vermieteten Wohnung in der Regel der Mieter. Was beim Eigentümer bleibt, sind vor allem drei Posten:

  • Rücklage: Die Beiträge zur Rücklage der Eigentümergemeinschaft trägt der Eigentümer. Sie stehen in der Vorschreibung der Hausverwaltung, getrennt von den Betriebskosten.
  • Instandhaltung in der Wohnung: Therme, Böden, Ausmalen beim Mieterwechsel. Voreingestellt ist ein halbes Prozent des Kaufpreises im Jahr, bei älterer Ausstattung eher mehr.
  • Leerstand und Mietausfall: Zwischen zwei Mietern steht die Wohnung oft ein paar Wochen leer. 2 Prozent der Jahresmiete entsprechen gut einer Woche.

Welche Kosten Sie überhaupt auf den Mieter umlegen dürfen, hängt davon ab, ob die Wohnung ganz, teilweise oder gar nicht unter das Mietrechtsgesetz fällt. Die Unterschiede stehen im Beitrag Vermietung und Steuer und in den übrigen Beiträgen der Reihe Vermieten.

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Was der Kredit mit der Rendite macht

Solange die Wohnung mehr abwirft, als der Kredit an Zinsen kostet, hebt jeder finanzierte Euro die Rendite auf Ihr eingesetztes Geld. Liegt der Zinssatz über der Nettorendite, kehrt sich das um: Dann drückt der Kredit die Eigenkapitalrendite unter die Nettorendite. Der Rechner zeigt beides nebeneinander und sagt dazu, in welche Richtung der Kredit gerade wirkt.

Der Überschuss im Monat ist die Zahl, die im Alltag zählt: Miete minus Kosten minus Kreditrate. Ist er negativ, zahlen Sie jeden Monat etwas dazu. Ein Teil davon ist allerdings Tilgung, also Geld, das als Vermögen in der Wohnung bleibt. Der Rechner weist den Tilgungsanteil deshalb eigens aus.

Den Preis gegenrechnen

Unter den Kennzahlen steht die Nettorendite für einen um 5 Prozent niedrigeren und einen um 5 Prozent höheren Kaufpreis. So sehen Sie auf einen Blick, was eine Preisverhandlung für die Rendite bedeutet.

Was der Rechner nicht einrechnet

Steuern. Steuerpflichtig ist der Überschuss nach Abschreibung des Gebäudes und nach Kreditzinsen, nicht die Rendite aus dem Rechner. Die Abschreibung senkt die Steuer oft deutlich. Wie das im Einzelnen aussieht, gehört mit der Steuerberatung geklärt.

Wertsteigerung. Der Rechner bewertet den laufenden Ertrag. Was die Wohnung beim Verkauf in zwanzig Jahren bringt, steht auf einem anderen Blatt und hängt stark von Lage und Zustand ab.

Mieterhöhungen. Gerechnet wird mit der Miete von heute. Ob und wie stark sie steigen darf, regelt der Mietvertrag samt Wertsicherung. Wer mit einem bestehenden Mieter kauft, übernimmt diesen Vertrag, siehe Vermietete Wohnung kaufen.

Ob sich der Kauf für die eigene Nutzung rechnet, zeigt der Rechner Mieten oder kaufen, die Rate allein der Kreditrechner.

Ing. Christoph Eiber, MBA
Ing. Christoph Eiber, MBA
Geschäftsführer der CE Immo Group GmbH, Akademischer Immobilienmanager

Christoph Eiber führt die CE Immo Group in Wels und ist seit über 18 Jahren in der Immobilienvermittlung und Projektentwicklung in Oberösterreich tätig. Er bewertet und vermarktet Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Zinshäuser im Zentralraum Wels–Linz.

Rechtsgrundlagen
  1. § 21 Abs. 1 MRG zählt die Betriebskosten auf, die der Vermieter auf die Mieter umlegen darf (unter anderem Wasser, Kanal, Müllabfuhr, Versicherung, Verwaltung, Hausbetreuung). Die Rücklage nach § 31 WEG 2002 ist darin nicht enthalten. ↩

Stand: 5. November 2026. Dieser Beitrag wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und gibt die Rechtslage zum genannten Stand wieder. Gesetze, Verordnungen und Rechtsprechung ändern sich. Für Vollständigkeit und Richtigkeit wird keine Haftung übernommen. Der Beitrag ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Mietrendite?

Für die Bruttorendite teilen Sie die Jahresnettomiete durch den Kaufpreis. Bei 850 Euro Monatsmiete und 250.000 Euro Kaufpreis sind das 10.200 Euro im Jahr und 4,08 Prozent. Für die Nettorendite ziehen Sie von der Miete die Kosten ab, die beim Eigentümer bleiben, und teilen durch Kaufpreis samt Nebenkosten. Im selben Beispiel bleiben mit den voreingestellten Werten 2,79 Prozent.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettorendite?

Die Bruttorendite kennt nur Miete und Kaufpreis. Die Nettorendite rechnet die Kosten des Eigentümers und die Kaufnebenkosten ein und ist deshalb die Zahl, mit der Sie eine Anlage beurteilen sollten.

Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?

Das hängt an der Lage. In gefragten Lagen ist der Faktor hoch und die Rendite niedrig, dafür ist die Wohnung leichter wieder zu vermieten und zu verkaufen. Ein niedriger Faktor sieht auf dem Papier besser aus, hat aber meist einen Grund. Vergleichen Sie Wohnungen deshalb in derselben Gegend.

Gehört die Rücklage zu den Betriebskosten?

Nein. Die Rücklage ist ein Beitrag des Eigentümers für künftige Erhaltungsarbeiten am Haus und wird gesondert vorgeschrieben. Im Katalog der Betriebskosten des Mietrechtsgesetzes kommt sie nicht vor, bei Wohnungen im Anwendungsbereich des MRG bleibt sie deshalb beim Eigentümer.1

Rechnet der Rechner mit Steuern?

Nein, alle Werte sind vor Steuern. Steuerpflichtig ist der Überschuss nach Abschreibung und Zinsen, und der ist meist deutlich kleiner als der Reinertrag im Rechner.

Alle Angaben nach der geltenden Fassung, Stand 5. November 2026.

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